„Von der Weide bis zum Teller – so lautet unser Leitspruch, der mehr ist als ein gut klingender Slogan. Er steht sinnbildlich für unsere lückenlose Qualitätssicherung, dafür also, dass wir die Tiere tatsächlich von klein auf kennen und heranwachsen sehen, dass wir bis zuletzt auf das Wohl der Tiere achten und in der Verarbeitung alles daran setzen, dass unsere Kundinnen und Kunden nur die allerbesten Produkte bekommen.“

UNSERE
Geschichte

Ein Familienunternehmen über Generationen – Tradition seit 1931. Bereits zu Kaisers Zeiten gab es bei Hof einen Fleischermeister, auch Kaiserin Sisi wusste nur zu gut um die wohltuende Wirkung des zarten Kalbfleisch. Franz Zotter, selbst ein Kind der österreichischen Monarchie, hatte sich ganz dieser Philosophie verschrieben, als er gemeinsam mit seiner Frau Theresia Anfang der dreißiger Jahre ans Werk ging.

1931
Wie alles begann
Franz Zotter war gelernter Fleischhauer und hatte zuvor schon in Diensten anderer Unternehmen seine Erfahrungen gesammelt. 1930 schritt das Ehepaar zur Tat und begann mit dem Aufbau eines eigenen Betriebes, genau dort, wo noch heute der Sitz des Unternehmens ist. Bereits 1931 konnten die beiden mit Stolz ihre eigenen Fleischwaren verkaufen. Das Sortiment reichte vom Kalb und Rind bis hin zu traditionell veredelten Fleisch-, und Wurstwaren. Besonders wichtig war dabei, dass die Tiere allesamt aus der Region stammten. Jeder Lieferant, jeder Bauer wurde genau in Augenschein genommen, nur einwandfreie Qualität durfte zur Verarbeitung angeliefert werden.
1945
Zotter Junior steigt mit ein
Franz Zotter Junior begann im elterlichen Betrieb zu arbeiten, streng instruiert vom Vater, vertraut gemacht mit dem umfassenden Wissen, durfte er sich Jahr für Jahr etwas stärker einbringen, absolvierte seine Lehre und machte schließlich, wie einst der Vater, seine Meisterprüfung.
1960
Errichtung einer neuen Fertigungsanlage
Knapp 30 Jahre nach der Gründung und 15 Jahre nach dem Einstieg des Sohnes in die Arbeit, war es an der Zeit zu übergeben. Franz Zotter Junior lenkte fortan die Geschicke und startete gleich mit der Errichtung einer neuen Fertigungsanlage, dank der es auch möglich wurde, das Produktsortiment auszubauen und auch für Partnerunternehmen als Lohnfertiger aktiv zu werden.
1975
Zeit der Veränderungen
Günther Zotter, Enkel des Gründers steigt, wie zuvor sein Vater, ins Unternehmen ein und lernt das Handwerk von der Pike auf. Schon bald legte er die Meisterprüfung ab. Es war eine Zeit der Veränderungen, in der sich große Konzerne mehr und mehr darauf verlagerten, die Produktion von Fertigwaren in großem Stil voranzutreiben. Ganz im Gegenteil zum Familienunternehmen Zotter, das die Qualität an die erste Stelle setzte.
1989
Qualitätsanspruch im Fokus
Günther Zotter übernimmt das Ruder. Um einen Gegenpol zur fortschreitenden Massenproduktion zu schaffen, stellte die Familie Zotter den selbst gesteckten Qualitätsanspruch mehr und mehr in den Mittelpunkt. Die Wurstproduktion passte damals nicht mehr so recht in dieses Konzept, wurde nach und nach zurückgefahren und eingestellt. Fokus war nun umso stärker die regionale Verankerung mit dem Ziel, noch besseres Kalbfleisch und Rindfleisch zu produzieren. Die Landwirtschaft war nicht bloß ein Lieferant, sondern ein fair behandelter Partner auf Augenhöhe. Erweiterte Hygienestandards wie auch die fachgerechte Selektion auf höchstem Niveau wurden fest verankert.
2008
Christoph Zotter steigt ins Unternehmen ein
Im Jahr 2008 wurde das Unternehmen das erste Mal nach IFS (International Food Standard) zertifiziert, um die Betriebsabläufe zu verbessern, den Kunden die nötige Lebensmittelsicherheit und Transparenz zu bieten und auch den Ansprüchen großer Handelspartner wie SPAR gerecht zu werden. Zugleich wurde für Kalbfleisch das erste eigene Qualitätsmarkensicherungsprogramm mit Partnerbetrieben, Bauern und Landwirten geschaffen: Steirisches Premium Kalb Selektion und Premium Kalb Selektion. Zugleich konnte Zotter als eines der ersten Unternehmen seiner Branche ein 100% gentechnikfreies Markenprogramm für Kalbfleisch erreichen – auch für das Segment BIO Kalb.
2014
Fokus auf gehobene und Spitzengastronomie und Individualisierung
Christoph Zotter übernimmt mit Jahresende die Führung des Unternehmens und machte sich sogleich daran, den Betrieb weiterzuentwickeln. Im Jahr darauf wurde dafür eine richtungsweisende Weichenstellung vorgenommen: Die Fokussierung auf die gehobene und Spitzengastronomie.
2015
„Follow me Award“ Gewinner
Der Betrieb wurde um den Bereich Manufaktur erweitert – Fleischreifung und Veredelung. Speziell für das Dry aging wurde ein eigener Raum mit Natursalzsteinen und einer speziellen stillen Kühlung mit automatischer Luftfeuchtigkeits- und Temperaturregelung eingerichtet. Ein Garant für ein perfektes Reifearoma. Im Rahmen einer Initiative der Wirtschaftskammer Österreich wurde das Unternehmen Zotter mit dem „Follow me Award“ als „Bester Betriebsnachfolger“ unter mehr als 12.000 Teilnehmern ausgezeichnet. Die Jury würdigte dabei besonders, die „vorbildhafte Betriebsübernahme“, die „regionale Verankerung“ und das hohe Maß an „Tradition und Innovation“ in perfekter Balance.
2018
Grüne Steiermark, grüner Strom, grünes Unternehmen
Seit der Gründung schon bezieht Zotter das Wasser aus dem eigenen Brunnen, 1998 wurde die erste Wärmerückgewinnungsanlage eingerichtet, 2013 auf 100 Prozent Ökostrom umgestellt. Um diesen Weg fortzusetzen und den CO2-Foodprint des Unternehmens weiter zu verkleinern, wird nun eine eigene Photovoltaik Anlage zur Umsetzung geplant. Für die regionale Verankerung und die vielen langjährigen Partnerschaften wurde Zotter als offizieller Partner des Steiermark Tourismus aufgenommen und darf seither das „Grüne Herz Logo“ auf allen Produkten führen. Weiters wurde auf Basis der jahrelangen Zusammenarbeit und freundschaftlichen Verbundenheit mit Starkoch Johann Lafer und dem Steiermark Tourismus ein Qualitätssiegel für die Zotter-Produkte geschaffen: „Genuss aus meiner Heimat Steiermark“.
2019
Erweiterung Bereich High End Convenience
Christoph und Nina Zotter starten den nächsten Umbauschritt und erweitern den Betrieb um den Bereich High End Convenience. Eine neue Produktionsküche mit Sous Vide Station und einem eigenen Produktionsraum wurde gebaut. Sämtliche Geräte selbstverständlich auf dem letzten Stand der Technik.
2020
Neues Warenwirtschaftssystem für mehr Individualität
Auch das betriebsinterne Warenwirtschaftssystem wurde über die Jahre ständig weiterentwickelt und an die neuen Gegebenheiten angepasst. Neue innovative und effiziente Prozessabläufe ermöglichen es, noch besser auf individuelle Kundenwünsche einzugehen und Produkte gemeinsam weiterzuentwickeln. Das gewährleistet ein noch höheres Maß an Produktsicherheit und schafft die Möglichkeit für individuelle Produktauszeichnungen nach den Wünschen von Partnern und Kunden, es verbessert die Abläufe und erfüllt Topstandards.
2021
90 Jahre ZOTTER – Unsere Klimainitiative
90 Jahre sind seit der Gründung vergangen, vieles hat sich verändert, was geblieben ist, ist der absolute Qualitätsanspruch, der Wille, alles für das Tierwohl zu tun und sich im gesamten Schaffen an den Prinzipien der Nachhaltigkeit zu orientieren. Das Familienunternehmen feiert und gewährt Einblicke in die eigene Geschichte, die Entwicklungen der Jahre und Jahrzehnte, die hohen Werte und die Verbundenheit mit der Region. Ein Relaunch dieser Website soll all das sichtbar machen und ist auch ein DANK an alle Partner und Kunden, an den Urgroßvater, der den Grundstein für dieses großartige Familienunternehmen gelegt hat, aber auch an den Vater und Großvater, die vorgelebt haben, was es heißt, ein verantwortungsvoller Unternehmer, Vorreiter und fairer Partner zu sein. Zotter hat es zur Aufgabe gemacht, seine Bauern und Händler in die eigene Klimainitiative einzubinden und mit den Visionen des Familienunternehmens vertraut zu machen. So unterstützt Zotter sämtliche Landwirte beim Umstieg auf eine klimaschonende Viehzucht. Darüber hinaus werden ausgewählte Projekte zur Aufforstung der Regenwälder und im Bereich nachhaltiger Energiegewinnung unterstützt um auch außerhalb des Unternehmens einen Beitrag zur Umwelt zu leisten.

„Wir kennen jedes Tier“

Christoph Zotter im Interview über Werte, Tierwohl, Nachhaltigkeit, sowie die Qualität und regionale Herkunft des Zotter Fleisches.

Die erste Wahl bei Kalb und Rind

KALB

Alle bei Zotter verarbeiteten Kälber werden unter Mutterkuhhaltung schonend aufgezogen. Vollmilch von der Mutter, Auslauf und eine zusätzliche Versorgung durch Milchtränken, Stroh und Mineralstoffsteinen erlauben eine artgerechte Aufzucht und in Folge beste Fleischqualität. Eine natürliche rosarote Farbe im Fleisch ist typisch für einen gesunden Kalbfleischcharakter.
Markenprogramme und Gütesiegel
Steirisches Premium Kalb | Premium Kalb | AMA Kalb | BIO Kalb
Rasse
Heimisches Fleckvieh und Limousin

RIND

Sämtliche Rinder, Ochsen und Kalbinnen werden unter Stall- und Weidehaltung aufgezogen und erhalten zum größten Teil Futter aus der eigenen Landwirtschaft. Die Art der Haltung erlaubt eine artgerechte Aufzucht und in Folge beste Fleischqualität.
Markenprogramme und Gütesiegel
Premium Rind Selektion | AMA Rind | BIO Rind
Rasse
Heimisches Fleckvieh und Pinzgauer
RP302849_web Kopie

Herr Zotter, Sie legen großen Wert auf Qualität. Wie stellen Sie diese sicher?

Indem wir zu all unseren Lieferanten, unseren Züchter und Bauern, persönlich Kontakt pflegen, sie immer wieder besuchen und uns selbst ein Bild von den Bedingungen machen. Wir kennen also jedes Tier.

Das bedeutet wohl tagelange Reisen?

Nein, weil die Regionalität für uns ganz wichtig ist. Wir legen Wert darauf, dass die Tiere aus der Region kommen, einerseits, weil wir die hohe Qualität in der Tierhaltung hier schätzen und uns selbst davon vergewissern können. Vor allem aber auch, weil den Tieren damit lange Transporte erspart bleiben. Und das heißt freilich auch umgekehrt, dass wir es nicht weit haben, wenn wir unsere Partner besuchen.

Wie erfolgt denn die Anlieferung der Tiere?

Da gibt es grundsätzlich zwei Wege. Wir haben etwa 150 Direktlieferanten, die ihre Tiere aufziehen und dann selbst an uns liefern, oder wir holen sie ab. Und an jedem Dienstag ist Markttag mit Versteigerungen. Der wichtigste Marktplatz für uns ist Greinbach, ein Ort in gerade einmal 15 Kilometern Entfernung. Und für alle Wege der Beschaffung gilt: Der Transport geht in der Regel nie weiter als 50-60 Kilometer.

 

Wann und wie erfolgt dann die Lieferung oder Abholung?

Zu 98 Prozent passiert das am Tag der Verarbeitung, also jeden Dienstag und Donnerstag. Wir fahren selbst ganz zeitig in der Früh noch eine Runde und holen Tiere ab, und auch die Lieferungen erfolgen erst am Dienstag oder Donnerstag in der Früh oder ganz entspannt tagsüber bis zum Nachmittag. Damit können die Tiere so lange wie möglich in der gewohnten Umgebung bleiben.

Und was geschieht hier?

Wir haben hier, neben der Verarbeitung, noch einen kleinen Stall eingerichtet, in dem wir sie unterbringen. Müssen ab und zu Tiere über Nacht bleiben, legen wir auch noch Streu hinein und versorgen sie mit einer Milchtränke. Wassertränken sind auch immer vorhanden. Und dann geht alles ganz schnell und achtsam. Sie werden einzeln aus dem kleinen Gehege herausgeführt und sofort betäubt. Kein Tier erleidet Schmerz oder Stress, das ist uns ganz wichtig. Und letztlich ist es auch gut für die Qualität der Produkte.